Freitag
16:30 – 18:00

Einführung in critical whiteness – am Beispiel von Freiwilligendienste 1
Wer sich mit den Ursachen von Rassismus beschäftigen will, kommt nicht umhin, sich mit dem Weißsein, vor allem dem eigenen Weißsein auseinanderzusetzen. Weißsein als unausgesprochene globale Norm ist das Forschungsgebiet der critical whiteness, in das dieser Workshop eine Einführung bietet. Im zweiten Teil werden Freiwilligendienste ein Beispiel sein für die praktischen Folgen eines unreflektiert weißen Denkens und Handelns.

Rape Culture
Was ist eigentlich Rape Culture?
Der Begriff Rape Culture taucht in den letzten Jahren vermehrt in feministischen Debatten auf. Wie allumfassend und alltäglich sexualisierte Gewalt ist und wie diese durch unsere gesellschaftliche Struktur normalisiert und ermöglicht wird, versuchen wir anhand verschiedener Beispiele aus aktuellen Medien aufzuzeigen. In unserem Vortrag werden wir auf einzelne Aspekte von Rape Culture näher eingehen und versuchen so einen Überblick und ein besseres Verständnis für das Konzept zu schaffen.
Hinweis: In unserem Vortrag reden wir oft sehr explizit über sexualisierte Gewalt und victim blaiming. Das kann dich an Situationen erinnern, in denen du ähnliches Erlebt hast. Schau ob du dich in der Verfassung fühlst dir diesen Vortrag anzusehen.

Selbstverteidigung und Selbstbehauptung
Seminarinhalt sind einfache und effektive Methoden und Strategien zur Selbstverteidigung . Dazu gehören sowohl körperliche Techniken als auch die mentale Vorbereitung auf eine Auseinandersetzung. Der theoretische Teil wird etwas kürzer ausfallen, der Schwerpunkt liegt auf einem handlungsorientierten Ansatz.
Dieses Seminar richtet sich vor allem an Menschen ohne Vorkenntnisse.

Samstag
11:00 – 13:00

Graffitti
In diesem Workshop bekommt ihr eine kleine theretische Einführung in die Welt des Graffiti und könnt euch natürlich auch selbst im Umgang mit der Sprühdose an der Wand üben.

Against Sexism
In unserem Workshop wollen wir mit euch gemeinsam der Frage nachgehen, was Sexismus eigentlich genau ist und wie dieser entsteht. Weiter möchten wir den Umgang mit Sexismus in linken Räumen und Strukturen thematisieren und Handlungsstrategien erarbeiten.

Einführung in critical whiteness – am Beispiel von Freiwilligendienste 2

Schulpolitik
In dem Workshop zur Schulpolitik stellt sich die SSM (SchülerInnen-Schule-Mitbestimmung)vor. Dies ist ein Projekt von Schüler*innen für Schüler*innen. Ziel ist es Schülerinnen und Schülern in Hamburg Möglichkeiten der demokratischen Teilhabe und Mitgestaltung aufzuzeigen. Der Workshop ist für jede*n geeignet, die sich gerne politisch in der Schule engagieren möchte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Olympia
Im November soll der wahlberechtigte Teil der Hamburger Bevölkerung darüber abstimmen, ob sich Hamburg dafür bewerben soll Austragungsort der Olympischen Spiele 2024 zu werden. Politiker_innen versprechen das Blaue vom Himmel: Ökologisch nachhaltige Spiele, Wohnungsbau, den behindertengerechten Ausbau der Stadt für die Paralympics und vieles mehr. Die Realität ist eine andere, wie die Erfahrungen aus Städten zeigen, in denen Olympische Spiele stattfanden: Massiv steigende Mieten, leerstehende Stadien nach den Spielen und ein großes Loch im Haushalt der Stadt, das durch Kürzungen aufgefangen werden muss. Olympische Spiele beschleunigen eine Politik, die die soziale Spaltung in verschärft und große Teile der Stadt für Gering- und Normalverdiener_innen unerschwinglich macht.

15:30 – 17:00

Antifa und ihre Entwicklungen
In diesem Workshop soll euch ein Überblick über Neonazi-Strukturen und deren Handlungsweisen am Beispielen aus Norddeutschland gegeben werden. Dabei wird es einen historischen Überblick geben, einen Input zu den Strukturen von Neonazis und deren Szenecodes und am Schluss wollen wir uns darüber austauschen, wie wir uns organisieren können und was wir tun können, um gegen Rechte aktiv zu werden.

Europas Mauern
Täglich erreichen uns Nachrichten über Menschen auf der Flucht. Im Mittelmeer ertrinken tausende Menschen auf dem Weg nach Europa und die Zahl derjenigen, die in Europa Asyl suchen, steigt. Flüchtende werden oft in Massenunterkünften untergebracht und müssen jahrelang auf die Bearbeitung ihres Asylantrages warten. Europa versucht sich abzuschotten und seine Mauern immer höher zu ziehen. Die europäische Grenzschutzagentur Frontex wird aufgerüstet und die Gesetze verschärft.
In meinem Workshop möchte ich mir mit euch die Grundlagen der Asyl- und Grenzpolitik Europas anschauen. Was macht Frontex? Was ist das Dublin-System und was passiert, wenn Geflüchtete hier angekommen sind?
Außerdem möchte Moaz seine Erfahrungen über Flucht und Asyl in Deutschland mit uns teilen und wir werden gemeinsam erarbeiten, wie wir uns solidarisch zeigen können.
Refugees welcome !

Kommunikationsguerilla
Viel zitiert, wenig umgesetzt: Die Kommunikationsquerilla. Dabei müssen es nicht unbedingt superkrasse Hochglanz-Aktionen sein. Im Gegenteil, Kommunikationsguerilla hat das Potential, auch mit bezahlbaren „Bordmitteln“ gerade kleinen Underdog-Gruppen mit antagonistischen Themen überproportionalen Zugang zum gesellschaftlichen Diskurs zu öffnen. Wie das funktionieren kann, soll hier neben vielen bunten lustigen Aktionsbildern und Berichten gezeigt werden.

17:30 – 19:00

Einführung in die Kapitalismuskritik
In der kapitalistischen Gesellschaft verhungern täglich mehr als hundertausend Menschen. Das liegt nicht etwa daran, dass es nicht genügend Essen für alle Menschen gibt, sondern am Privateigentum. Das wird durch staatliche Gewalt mit aller Härte durchgesetzt. Auf dieser Basis findet im Kapitalismus alles Wirtschaften statt. Das wollen wir mit euch diskutieren, erklären und kritisieren.

Entwicklungen in Kurdistan
PKK, YPJ und YPG leisten seit dem Angriff auf KobaneWiderstand gegen den Islamischen Staat und verteidigen gleichzeitig den Aufbau einer basisdemokratischen Gesellschaft. Sie bieten somit eine Perspektive für den mittleren Osten. Wie hat sich die PKK ideologisch und politisch entwickelt? Was ist der demokratische Konförderlismus und wie wird er umgesetzt? Und welche Rolle nimmt die Jugend darin ein?

Rechtspopulismus
Seit Beginn der Krise nimmt der Rassismus in Europa zu. Rechte Grupppierungen nutzen die aktuelle Situation zur Neuordnung ihrer Kräfte. Sie sehen gute Chancen, das Gewicht nationalistischer und einwanderungsfeindlicher Positionen zu stärken. Mit der AfD ist es einer rechtspopulistischen Partei erstmals in der BRD gelungen, sich bundesweit zu etablieren. Vermeintliche „Bürgerinitiativen“ betreiben rassistische Mobilisierung gegen Geflüchtetenunterkünfte. Durch Pegida und HogeSa sind rechte Bewegungen entstanden, die über einen längeren Zeitraum den Mob auf der Straße organisieren konnten. Was ist an diesen rechten Bewegungen neu? Wie können wir ihnen entgegentreten und welchen Zusammenhang gibt es zwischen der neoliberalen Krise und neuem Aufleben von Nationalismus?

Sonntag

11:00 – 13:00

Herrschaftskritik
Herrschaft findet ja irgendwie jede*r doof. Aber wehe, es wird konkreter. Dann fehlen den meisten Leuten schon die Begrifflichkeiten, um den erlebten Übergriff in Worte zu fassen. Und noch schlimmer wirds, wenn man genau hinschaut: Egal ob Karl Marx („Diktatur des Proletariats“), Attac („G8-Act now“) die Linkspartei („Banken verstaatlichen und strikt regulieren“) oder Antifa-Zusammenhänge („NPD verbieten“): Eigentlich alle am gesellschaftlichen Diskurs beteiligten Akteure beziehen sich im Zweifelsfall positiv auf Herrschaft. Um Gedanken jenseits dieser Barrieren formulieren zu können, wird in diesem Workshop versucht, Begrifflichkeiten zu entwicklen und Herrschaft analysieren und kritisieren zu können.

Die Spinnen. Die Bullen. Die Schweine. Polizeikritik.
An der Polizei hat fast jede_r Kritik. Sei es, weil sie einer_m das Gras im Park abziehen, weil sie Knöllchen schreiben oder Leute auf Demos verprügeln. Doch wie sieht die derzeit vorherrschende Kritik an der Institution der Polizei aus? Was genau finden wir selber denn kritikwürdig und kann daran etwas verändert werden?
Wir wollen mit euch diskutieren, warum mensch ständig in Konflikte mit der Polizei gerät und wie eine emanzipatorische Kritik daran aussehen könnte.

Reclaim your city
In unserem Workshop wollen wir uns mit euch Street-Art und andere Projekte angucken, mit denen Stadt kreativ und selbstermächtigend verändert wird. Die Stadt gehört uns angeblich nicht, doch welche Möglichkeiten gibt es, trotzdem selbst etwas zu verändern und wie können wir sie nutzen? Zusammen mit euch wollen wir darüber disku-tieren, was möglich ist und was für eine Stadt wir uns wünschen. Whose streets? – Our streets!