Archiv für Juli 2015

Der nächste Schwung Workshoptexte

Selbstverteidigung und Selbstbehauptung
für Frauen*, Mädchen* und Trans*
Schwitzen lohnt sich – denn Menschen, die in der Lage sind, sich gegen gewaltsame Übergriffe zur Wehr zu setzen, sind dabei häufig erfolgreich. Der Workshop bietet eine erste Möglichkeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, auszutauschen und auszuprobieren, wie im Notfall reagiert werden kann. Also: Sportbeutel nicht vergessen!

Olympia
Im November soll der wahlberechtigte Teil der Hamburger Bevölkerung darüber abstimmen, ob sich Hamburg dafür bewerben soll Austragungsort der Olympischen Spiele 2024 zu werden. Politiker_innen versprechen das Blaue vom Himmel: Ökologisch nachhaltige Spiele, Wohnungsbau, den behindertengerechten Ausbau der Stadt für die Paralympics und vieles mehr. Die Realität ist eine andere, wie die Erfahrungen aus Städten zeigen, in denen Olympische Spiele stattfanden: Massiv steigende Mieten, leerstehende Stadien nach den Spielen und ein großes Loch im Haushalt der Stadt, das durch Kürzungen aufgefangen werden muss. Olympische Spiele beschleunigen eine Politik, die die soziale Spaltung in verschärft und große Teile der Stadt für Gering- und Normalverdiener_innen unerschwinglich macht.

Schulpolitik
In dem Workshop zur Schulpolitik stellt sich die SSM (SchülerInnen-Schule-Mitbestimmung)vor. Dies ist ein Projekt von Schüler*innen für Schüler*innen. Ziel ist es Schülerinnen und Schülern in Hamburg Möglichkeiten der demokratischen Teilhabe und Mitgestaltung aufzuzeigen. Der Workshop ist für jede*n geeignet, die sich gerne politisch in der Schule engagieren möchte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Kommunikationsguerilla
Viel zitiert, wenig umgesetzt: Die Kommunikationsquerilla. Dabei müssen es nicht unbedingt superkrasse Hochglanz-Aktionen sein. Im Gegenteil, Kommunikationsguerilla hat das Potential, auch mit bezahlbaren „Bordmitteln“ gerade kleinen Underdog-Gruppen mit antagonistischen Themen überproportionalen Zugang zum gesellschaftlichen Diskurs zu öffnen. Wie das funktionieren kann, soll hier neben vielen bunten lustigen Aktionsbildern und Berichten gezeigt werden.

Against Sexism
In unserem Workshop wollen wir mit euch gemeinsam der Frage nachgehen, was Sexismus eigentlich genau ist und wie dieser entsteht. Weiter möchten wir den Umgang mit Sexismus in linken Räumen und Strukturen thematisieren und Handlungsstrategien erarbeiten.

Rechtspopulismus
Seit Beginn der Krise nimmt der Rassismus in Europa zu. Rechte Grupppierungen nutzen die aktuelle Situation zur Neuordnung ihrer Kräfte. Sie sehen gute Chancen, das Gewicht nationalistischer und einwanderungsfeindlicher Positionen zu stärken. Mit der AfD ist es einer rechtspopulistischen Partei erstmals in der BRD gelungen, sich bundesweit zu etablieren. Vermeintliche „Bürgerinitiativen“ betreiben rassistische Mobilisierung gegen Geflüchtetenunterkünfte. Durch Pegida und HogeSa sind rechte Bewegungen entstanden, die über einen längeren Zeitraum den Mob auf der Straße organisieren konnten. Was ist an diesen rechten Bewegungen neu? Wie können wir ihnen entgegentreten und welchen Zusammenhang gibt es zwischen der neoliberalen Krise und neuem Aufleben von Nationalismus?

Noch mehr Workshops!

Einführung in die Kapitalismuskritik
In der kapitalistischen Gesellschaft verhungern täglich mehr als hundertausend Menschen. Das liegt nicht etwa daran, dass es nicht genügend Essen für alle Menschen gibt, sondern am Privateigentum. Das wird durch staatliche Gewalt mit aller Härte durchgesetzt. Auf dieser Basis findet im Kapitalismus alles Wirtschaften statt. Das wollen wir mit euch diskutieren, erklären und kritisieren.

Die Spinnen. Die Bullen. Die Schweine. Polizeikritik.
An der Polizei hat fast jede_r Kritik. Sei es, weil sie einer_m das Gras im Park abziehen, weil sie Knöllchen schreiben oder Leute auf Demos verprügeln. Doch wie sieht die derzeit vorherrschende Kritik an der Institution der Polizei aus? Was genau finden wir selber denn kritikwürdig und kann daran etwas verändert werden?
Wir wollen mit euch diskutieren, warum mensch ständig in Konflikte mit der Polizei gerät und wie eine emanzipatorische Kritik daran aussehen könnte.

Herrschaftskritik
Herrschaft findet ja irgendwie jed*e doof. Aber wehe, es wird konkreter. Dann fehlen den meisten Leuten schon die Begrifflichkeiten, um den erlebten Übergriff in Worte zu fassen. Und noch schlimmer wirds, wenn man genau hinschaut: Egal ob Karl Marx („Diktatur des Proletariats“), Attac („G8-Act now“) die Linkspartei („Banken verstaatlichen und strikt regulieren“) oder Antifa-Zusammenhänge („NPD verbieten“): Eigentlich alle am gesellschaftlichen Diskurs beteiligten Akteure beziehen sich im Zweifelsfall positiv auf Herrschaft. Um Gedanken jenseits dieser Barrieren formulieren zu können, wird in diesem Workshop versucht, Begrifflichkeiten zu entwicklen und Herrschaft analysieren und kritisieren zu können.

Neue Kontaktadresse und Workshops

Wenn Ihr uns schreiben wollt, benutzt bitte ab sofort diese Adresse: jugendkongress@web.de
Außerdem stehen 3 neue Workshops fest:

Einführung in critical whiteness – am Beispiel von Freiwilligendienste
Wer sich mit den Ursachen von Rassismus beschäftigen will, kommt nicht umhin, sich mit dem Weißsein, vor allem
dem eigenen Weißsein auseinanderzusetzen. Weißsein als unausgesprochene globale Norm ist das Forschungsgebiet der critical
whiteness, in das dieser Workshop eine Einführung bietet. Im zweiten Teil werden Freiwilligendienste ein Beispiel sein für die praktischen Folgen eines unreflektiert weißen Denkens und Handelns.“

Entwicklungen in Kurdistan
PKK, YPJ und YPG leisten seit dem Angriff auf KobaneWiderstand gegen den Islamischen Staat und verteidigen gleichzeitig den Aufbau einer basisdemokratischen Gesellschaft. Sie bieten somit eine Perspektive für den mittleren Osten. Wie hat sich die PKK ideologisch und politisch entwickelt? Was ist der demokratische Konförderlismus und wie wird er umgesetzt? Und welche Rolle nimmt die Jugend darin ein?

Antifa und ihre Entwicklungen
In diesem Workshop soll euch ein Überblick über Neonazi-Strukturen und deren Handlungsweisen am Beispielen aus Norddeutschland gegeben werden. Dabei wird es einen historischen Überblick geben, einen Input zu den Strukturen von Neonazis und deren Szenecodes und am Schluss wollen wir uns darüber austauschen, wie wir uns organisieren können und was wir tun können, um gegen Rechte aktiv zu werden.