Workshop: Europas Mauern

Kurz vor dem Kongress haben wir hier noch eine Workshopbeschreibung für euch!

Täglich erreichen uns Nachrichten über Menschen auf der Flucht. Im Mittelmeer ertrinken tausende Menschen auf dem Weg nach Europa und die Zahl derjenigen, die in Europa Asyl suchen, steigt. Flüchtende werden oft in Massenunterkünften untergebracht und müssen jahrelang auf die Bearbeitung ihres Asylantrages warten. Europa versucht sich abzuschotten und seine Mauern immer höher zu ziehen. Die europäische Grenzschutzagentur Frontex wird aufgerüstet und die Gesetze verschärft.
In meinem Workshop möchte ich mir mit euch die Grundlagen der Asyl- und Grenzpolitik Europas anschauen. Was macht Frontex? Was ist das Dublin-System und was passiert, wenn Geflüchtete hier angekommen sind?
Außerdem möchte Moaz seine Erfahrungen über Flucht und Asyl in Deutschland mit uns teilen und wir werden gemeinsam erarbeiten, wie wir uns solidarisch zeigen können.
Refugees welcome !

Bitte meldet euch an!!!

Damit wir Essen und Schlafplätze einplanen können, wäre es super, wenn
ihr euch anmeldet (jugendkongress ät web.de). Auch wenn ihr in Hamburg wohnt, wäre es toll wenn ihr
eine kurze Mail schreibt, damit auch genug Essen für alle da ist.
Schreibt bitte mit rein:

- mit wie vielen Leuten ihr kommt,
- wie viele Tage ihr bleibt,
- wie viele Schlafplätze ihr braucht und
- ob ihr einen Platz im Frauen*schlafraum haben wollt.

Rote Flora & Centro Sociale

Wie auch aufgefallen ist, haben wir lange gezögert, um den Ort bekannt zu geben. Wir freuen euch aber jetzt bekannt zu geben, dass der Kongress in der roten Flora(Achidi-John-Platz 1) im Schanzenviertel stattfinden wird. Anfangs hatten wir überlegt, das ganze in dem Kollektiven Zentrum (KoZe) stattfinden zu lassen, allerdings ist dies seit kurzem wieder akut räumungsbedroht.

Schlafplätze uvm. wird es im Centro Sociale (Sternstraße 2) geben, dies ist von der Flora etwa 10 Minuten zu Fuß entfernt. Es wird einen großen Gemeinschafts-schlafraum geben und einen seperaten Frauen*-Schlafraum. Bringt bitte Isomatten und Schlafsäcke selber mit!

Der nächste Schwung Workshoptexte

Selbstverteidigung und Selbstbehauptung
für Frauen*, Mädchen* und Trans*
Schwitzen lohnt sich – denn Menschen, die in der Lage sind, sich gegen gewaltsame Übergriffe zur Wehr zu setzen, sind dabei häufig erfolgreich. Der Workshop bietet eine erste Möglichkeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, auszutauschen und auszuprobieren, wie im Notfall reagiert werden kann. Also: Sportbeutel nicht vergessen!

Olympia
Im November soll der wahlberechtigte Teil der Hamburger Bevölkerung darüber abstimmen, ob sich Hamburg dafür bewerben soll Austragungsort der Olympischen Spiele 2024 zu werden. Politiker_innen versprechen das Blaue vom Himmel: Ökologisch nachhaltige Spiele, Wohnungsbau, den behindertengerechten Ausbau der Stadt für die Paralympics und vieles mehr. Die Realität ist eine andere, wie die Erfahrungen aus Städten zeigen, in denen Olympische Spiele stattfanden: Massiv steigende Mieten, leerstehende Stadien nach den Spielen und ein großes Loch im Haushalt der Stadt, das durch Kürzungen aufgefangen werden muss. Olympische Spiele beschleunigen eine Politik, die die soziale Spaltung in verschärft und große Teile der Stadt für Gering- und Normalverdiener_innen unerschwinglich macht.

Schulpolitik
In dem Workshop zur Schulpolitik stellt sich die SSM (SchülerInnen-Schule-Mitbestimmung)vor. Dies ist ein Projekt von Schüler*innen für Schüler*innen. Ziel ist es Schülerinnen und Schülern in Hamburg Möglichkeiten der demokratischen Teilhabe und Mitgestaltung aufzuzeigen. Der Workshop ist für jede*n geeignet, die sich gerne politisch in der Schule engagieren möchte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Kommunikationsguerilla
Viel zitiert, wenig umgesetzt: Die Kommunikationsquerilla. Dabei müssen es nicht unbedingt superkrasse Hochglanz-Aktionen sein. Im Gegenteil, Kommunikationsguerilla hat das Potential, auch mit bezahlbaren „Bordmitteln“ gerade kleinen Underdog-Gruppen mit antagonistischen Themen überproportionalen Zugang zum gesellschaftlichen Diskurs zu öffnen. Wie das funktionieren kann, soll hier neben vielen bunten lustigen Aktionsbildern und Berichten gezeigt werden.

Against Sexism
In unserem Workshop wollen wir mit euch gemeinsam der Frage nachgehen, was Sexismus eigentlich genau ist und wie dieser entsteht. Weiter möchten wir den Umgang mit Sexismus in linken Räumen und Strukturen thematisieren und Handlungsstrategien erarbeiten.

Rechtspopulismus
Seit Beginn der Krise nimmt der Rassismus in Europa zu. Rechte Grupppierungen nutzen die aktuelle Situation zur Neuordnung ihrer Kräfte. Sie sehen gute Chancen, das Gewicht nationalistischer und einwanderungsfeindlicher Positionen zu stärken. Mit der AfD ist es einer rechtspopulistischen Partei erstmals in der BRD gelungen, sich bundesweit zu etablieren. Vermeintliche „Bürgerinitiativen“ betreiben rassistische Mobilisierung gegen Geflüchtetenunterkünfte. Durch Pegida und HogeSa sind rechte Bewegungen entstanden, die über einen längeren Zeitraum den Mob auf der Straße organisieren konnten. Was ist an diesen rechten Bewegungen neu? Wie können wir ihnen entgegentreten und welchen Zusammenhang gibt es zwischen der neoliberalen Krise und neuem Aufleben von Nationalismus?

Noch mehr Workshops!

Einführung in die Kapitalismuskritik
In der kapitalistischen Gesellschaft verhungern täglich mehr als hundertausend Menschen. Das liegt nicht etwa daran, dass es nicht genügend Essen für alle Menschen gibt, sondern am Privateigentum. Das wird durch staatliche Gewalt mit aller Härte durchgesetzt. Auf dieser Basis findet im Kapitalismus alles Wirtschaften statt. Das wollen wir mit euch diskutieren, erklären und kritisieren.

Die Spinnen. Die Bullen. Die Schweine. Polizeikritik.
An der Polizei hat fast jede_r Kritik. Sei es, weil sie einer_m das Gras im Park abziehen, weil sie Knöllchen schreiben oder Leute auf Demos verprügeln. Doch wie sieht die derzeit vorherrschende Kritik an der Institution der Polizei aus? Was genau finden wir selber denn kritikwürdig und kann daran etwas verändert werden?
Wir wollen mit euch diskutieren, warum mensch ständig in Konflikte mit der Polizei gerät und wie eine emanzipatorische Kritik daran aussehen könnte.

Herrschaftskritik
Herrschaft findet ja irgendwie jed*e doof. Aber wehe, es wird konkreter. Dann fehlen den meisten Leuten schon die Begrifflichkeiten, um den erlebten Übergriff in Worte zu fassen. Und noch schlimmer wirds, wenn man genau hinschaut: Egal ob Karl Marx („Diktatur des Proletariats“), Attac („G8-Act now“) die Linkspartei („Banken verstaatlichen und strikt regulieren“) oder Antifa-Zusammenhänge („NPD verbieten“): Eigentlich alle am gesellschaftlichen Diskurs beteiligten Akteure beziehen sich im Zweifelsfall positiv auf Herrschaft. Um Gedanken jenseits dieser Barrieren formulieren zu können, wird in diesem Workshop versucht, Begrifflichkeiten zu entwicklen und Herrschaft analysieren und kritisieren zu können.